Centralne Muzeum Jeńców Wojennych

Das Museum

Für das Zentrale Museum der Kriegsgefangenen stehen zwei Kriegsgefangenensysteme des Zweiten Weltkriegs – das deutsche und das sowjetische – im Mittelpunkt. Besonders wichtig ist hierbei das Schicksal polnischer Kriegsgefangener in diesen Systemen sowie die Geschichte polnischer Soldaten, die während des Krieges in den neutralen Ländern interniert wurden. Auch die Geschichte der Kriegsgefangenenlager Lamsdorf (ab 1945 Łambinowice) und des Arbeitslagers Łambinowice spielt in der Popularisierung dieser Problematik eine wichtige Rolle.

Unser Museum gehört zu den Martyriumsmuseen, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind, um die NS-Kriegsverbrechen zu dokumentieren und die Erinnerung an die Opfer zu pflegen. Die Verbrechen, zu denen es in Lamsdorf kam, standen im Zusammenhang mit einem der europaweit größten Gefangenenlagerkomplexe für Soldaten der Anti-Hitler-Koalition die es dort in den Jahren 1939 bis 1945 gab.

Das Museum verfolgt seinen Auftrag durch Dokumentations-, Wissenschafts-, Bildungs-, Ausstellungs- und Verlagsaktivitäten sowie indem es Überreste von Kriegsgefangenenlagern schützt. Alle diese Maßnahmen haben zum Zweck, die Erinnerung an die Opfer von Verbrechen zu bewahren.

Wir sammeln, verwahren und machen zahlreiche Museumsstücke und Archivalien zugänglich – es sind vorwiegend Andenken an Kriegsgefangene, vor allem solche aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die Sammlungen des Zentralen Museums der Kriegsgefangenen zählen zu den wertvollsten und umfangreichsten dieser Art in Polen. Hierzu gehören mehrere zehntausend Positionen, u.a. Gegenstände, die von Kriegsgefangenen während der Gefangenschaft verwendet bzw. hergestellt wurden oder den Lagerverwaltungen und Wachdiensten von Kriegsgefangenenlagern gehörten (mehr als 11.000 Objekte), sowie Dokumente, Mikrofilme, Fotos und Landkarten (ca. 20.000 Archiveinheiten).

In den Sammlungen befinden sich auch Objekte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, doch die meisten sind Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg, die sich auf das deutsche Kriegsgefangenensystem und in geringerem Maße auf Kriegsgefangenenlager in der UdSSR sowie auf Internierungslager für polnische Soldaten in Rumänien, Ungarn und der Schweiz beziehen.

Das Zentrale Museum der Kriegsgefangenen besteht seit 1965 als eine eigenständige und europaweit einzigartige Einrichtung – gegründet wurde es 1964 als Zweigstelle des Bezirksmuseums des Oppelner Schlesiens. Unter seinem jetzigen Namen funktioniert das Museum seit 1984. Mehr zur Geschichte des Zentralen Museums der Kriegsgefangenen siehe hier.

Das Museum hat zwei Standorte – in Łambinowice und Opole –, die etwa 40 km voneinander entfernt liegen. In Łambinowice gibt es zwei Abteilungen: Sammlungen und Pflege sowie Bildung und Ausstellungen. Sie befinden sich in der ehemaligen Wehrmachtskommandantur und dem Wachgebäude. Errichtet wurden diese in den 1930er Jahren. In beiden Gebäuden werden jeweils eine Dauerausstellung sowie temporäre Ausstellungen präsentiert. In der Nähe des Standortes Łambinowice befinden sich auch andere Überreste von früheren deutschen Truppenübungsbauten und Absonderungslagern sowie drei Kriegsfriedhöfe. Das gesamte Gelände einschließlich der Museumsgebäude stellt eine nationale Gedenkstätte dar.

In Oppeln befinden sich die Museumsdirektion sowie die übrigen Abteilungen: Wissenschaftsabteilung, Archiv, Verwaltungs- und Wirtschaftsabteilung sowie Finanzabteilung. Das Gebäude an der ul. Minorytów, in dem das Museum derzeit untergebracht ist, wird seit 1988 benutzt. Erste Erwähnungen über das Objekt stammen aus dem 18. Jahrhundert. Höchstwahrscheinlich gab es hier eine Mälzerei, dann das städtische Gewahrsam und in der Nazizeit ein Gefängnis der Gestapo. In den 1980er Jahren wurde das Gebäude für Museumszwecke umgestaltet, im nächsten Jahrzehnt folgte ein umfassender Ausbau. Es werden hier die Dauerausstellung „Nationale Gedenkstätte Łambinowice – ein regionales, nationales und europäisches Kulturerbe” sowie temporäre Ausstellungen präsentiert.

CMJW jest instytucją kultury Samorządu Województwa Opolskiego,
współprowadzoną przez Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego